Ankunft in der Ayurveda Klinik

Nur ca. 10 Rad Minuten vom Bahnhof entfernt befindet sich in einer ruhigen Seitenstraße die traditionsreiche Ayurveda Klinik und Kampfsportschule „Hindustan Kalari Sangam„. Die Einrichtung ist auf Sportunfälle und post- operative Reha. spezialisiert. Nach einem ausgiebigen Gespräch mit dem zuständigen Arzt werde ich gleich über des Prozedere der nächsten Tage informiert, nebenbei sehe ich mir die Behandlungsfotos an den Wänden an. Hier verfolgt man einen etwas anderen Ansatz der Ayurveda Behandlung, in der sich üblicher Weise alles um Entgiftung dreht. Auf den ersten Blick könnte man fast meinen, es würde nach nordamerikanischem Modell „therapiert“. Ich lass mich mal überraschen… 😉

Aufbruch nach Kozhikode, Nord Kerala 

nach einer entspannten, aber unterkühlten Nacht im klimatisierten Schlafsaal am nächsten Morgen meine sieben Sachen gepackt und zur Fähre um die Ecke gedüst. Es wird mal wieder gestreikt, so eine Überraschung… Zum Glück ist Fort Kochi mit diversen Fähren angebunden und nur wenige km weiter ist bereits die nächste Anlegestelle. Na also, keine halbe Stunde später bin ich bereits auf dem Festland und kurz darauf auch schon am Bahnhof. Die nächste Überraschung lässt nicht lange auf sich warten, der geplante 12:50 Uhr Zug fällt heute aus heißt es, alternativ soll ich doch den vorherigen nehmen, denn der ist noch gar nicht da. Ich sehe auf die Uhr und stelle fest, die Zeit reicht sogar noch für einen kleinen Brunch! In diesem Land braucht man echt nichts planen, alles hängt davon ab zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein… 😀

Fort Kochi, Kerala

ehemals eine portugiesische Kolonie, wurde hier die ersten Festung des Subkontinents errichtet. Heute ist es eine Touristenhochburg, jedenfalls was die vorgelagerten Halbinseln mit dem Fischmarkt und den chinesischen Fischernetzen betrifft. Auch steht hier die älteste von Europäern erbaute Kirche. Davon abgesehen ist es in Kochi wesentlich angenehmer als auf dem Festland, wo die üblichen „Randerscheinungen“ herrschen. Auch der Müll hällt sich hier in Grenzen. Anscheinend hat man begriffen dass Tourismus (selbst wenn es einheimischer ist) besser funktionert wenns vor Ort einiger Maßen sauber ist (von Varanasi mal abgesehen…). An den klugen sprüchen auf den Mülleimern, auf denen „use me“ steht kanns jedenfalls nicht liegen. Hier gibt man sich wirklich Mühe. Incredible India 😉

von Palolem nach Gokarna

Wir verlassen das europäisch geprägte Goa und beschließen die nächste Etappe mit dem Zug zurück zulegen. Palolem war ein Traum (von der ersten Nacht in einen verwanzten Standhütte mal abgesehen…), aber unsere Reise geht weiter Richtung Süden, in das nächste Bundesland Karnataka. Der Bahnhof befindet sich etwas außerhalb von Palolem und der Zug kommt gut 90 min zu spät aus dem benachbarten Margao an, welches ganze 36 km entfernt liegt. Das ist beachtlich und topt sogar rumänische Zustände! Wir lernen: vor einer Zugfahrt unbedingt Proviant mitnehmen, oder vorher ausgiebig speisen!

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